Onkel Einar ging rasch den steilen Weg hinauf, der sich zur Ruine hinschlängelte. Kalle, Anders und Eva-Lotte trabten hinterher. Sie warfen sich hin und wieder verstohlene Blicke zu und blinzelten vielsagend.

»Ich hätte Lust, ihm eine Klapper zu geben, dann könnte er irgendwo für sich allein sitzen und damit spielen«, flüsterte Anders.

»Und du glaubst, daß er das tun würde«, sagte Kalle. »Nee, du, wenn erwachsene Leute sich vornehmen, mit Kindern zu spielen, dann kann nichts sie daran hindern, merk dir das!«



»Sie sind vergnügungssüchtig, das ist das Ganze«, entschied Eva-Lotte. »Aber da er Mutters Vetter ist, müssen wir wohl versuchen, ein bißchen mit ihm zu spielen, sonst wird er bloß ärgerlich.« Eva-Lotte kicherte vergnügt.

»Aber das wird langweilig werden, wenn er furchtbar lange Ferien hat«, sagte Anders.

»Ach, er reist sicher bald ins Ausland«, meinte Eva-Lotte.

»Du hast ja gehört, was er gesagt hat – in diesem Land hier kann man es nicht aushalten.«

»Ja, ich für meinen Teil werde ihm keine Träne nachwei-nen«, sagte Kalle.

Es blühte in dichten Büschen rings um die ganze Ruine. Die Hummeln summten. Die Luft zitterte in der Wärme. Aber drinnen in der Ruine war es kühl. Onkel Einar blickte sich zufrieden um.

»Schade, daß man nicht runter in das Kellergeschoß gehen kann«, sagte Anders.

»Warum kann man das nicht?« fragte Onkel Einar.

»Nee, sie haben eine dicke Tür davorgesetzt«, sagte Kalle.

»Und die ist verschlossen. Da sind sicher viele Gänge und Kellerlöcher unten, und es ist kalt und feucht, und da wollen sie nicht, daß man runtergeht. Der Bürgermeister hat sicher den Schlüssel.«

»Früher sind die Leute da unten hingefallen und haben sich die Beine gebrochen«, sagte Anders. »Und ein Kind hätte sich beinahe verlaufen, so daß jetzt niemand mehr runter darf. Aber das ist verdammt schade.«



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